NRW kämpft gegen Mädchenbeschneidung
Als wir im Februar 2007 den Runden Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen gründeten, ahnten wir nicht, welche Kraft dieses Gremium entfalten sollte.
Das zeigt wohl am Besten die treue Teilnahme an den vierteljährlichen Sitzungen im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter NRW. In dieser Dichte und Intensität beispiellos engagieren sich Organisationen auf Landes- wie auf kommunaler Ebene gegen genitale Beschneidung von Frauen.
Benefiz-Veranstaltung
Neuer Flyer für das Gesundheitswesen
Im Sinne der Prävention, Aufklärung und effizienter Hilfestellung hat das NRW-Gesundheitsministerium einen Flyer in Zusammenarbeit mit den Ärztekammern und den Kassenärztlichen Vereinigungen
Nordrhein und Westfalen-Lippe, dem Berufsverband der Frauen-, Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte sowie dem Landesverband der Hebammen NRW zum Thema entwickelt. Er richtet sich an die im
Gesundheitswesen tätigen Berufsgruppen, die mit betroffenen Mädchen und Frauen in Kontakt kommen.
"Weibliche Genitalverstümmelung ist laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine schwere Menschenrechtsverletzung, an deren körperlichen und seelischen Folgen betroffene Mädchen und Frauen
lebenslang leiden. In NRW leben nach Schätzungen von Expertinnen und Experten 6000 von FGM betroffene Mädchen und Frauen. Sie benötigen professionelle Hilfe", erklärte Gesundheits- und
Emanzipationsministerin Barbara Steffens anlässlich der heutigen Veröffentlichung.
Der Flyer "Genitale Beschneidung / Verstümmelung (FGM) bei Mädchen und Frauen" kann im Internet unter www.mgepa.nrw.de/ministerium/service unter "Publikationen" kostenlos bestellt und heruntergeladen werden.
